Gesamtschwellenkorporation Kandersteg

Das Dorf Kandersteg wird – neben den Bergmassiven und dem Talboden – vom Verlauf der Kander und deren Seitenbächen geprägt. Die Gemeinde ist verantwortlich für den Schutz der Bevölkerung (u.a. vor Naturgefahren). Sie kann dies selber tun oder die Aufgabe an Dritte delegieren. Mit Art. 86 des Organisationsreglements übertrug die Gemeinde die Aufgaben im Bereich des Wasserbaus im Rahmen der geltenden Wasserbaugesetzgebung an die Gesamtschwellenkorporation (GSK) Kandersteg.

Eine der häufigsten Gefährdungen in Kandersteg kann von Überschwemmungen und Hochwassern ausgehen. Dabei ist das Dorf nicht primär durch die Kander bedroht; grosse Folgen können auch Unwetter haben, welche die "Seitengräben“ ansteigen lassen; Wasser und Geröll können in kurzer Zeit ein Ausmass erreichen, das Hab und Gut von Privaten und Gemeinde bedroht. Massgebend sind die Kapazität der Gräben und das mitgeführte Material (vor allem Bäume und Steine). Es besteht  die Gefahr von Aufstauungen; treten Kander und/oder Seitenbäche über die Ufer, suchen sie sich den Weg durch bewohntes Gebiet oder Kulturland, was zu grossen Verwüstungen führen kann.

Die GSK trifft auf dem gesamten Gemeindegebiet die Vorkehrungen, damit ein ordentlicher Abfluss gewährleistet ist und die Gerinne unterhalten werden. Mit den verschiedenen Wasserbauprojekten wird die angestrebte Sicherheit optimiert. Laufende Kontrolle und gezielter Unterhalt gehören zu den weiteren Daueraufgabe der GSK. Sie und die von ihr beauftragten Fachingenieure und Unternehmungen stellen so den Schutz der Bevölkerung vor Hochwasser und Überschwemmungen im Rahmen der vereinbarten Schutzziele sicher.

Die Wasserbaumassnahmen werden nicht mit Steuergeldern, sondern über eine sog. Schwellentelle finanziert. Grundstückeigentümer leisten gestützt auf den amtlichen Wert und sowie die Einteilung der Grundstücke in unmittelbare bzw. mittelbare Gefährdung jährliche eine Abgabe, die durch die Hauptversammlung der GSK festgelegt wird. Bund, Kanton und Gemeinde unterstützen je nach Projekt die Massnahmen mit unterschiedlich hohen Kostenbeiträgen.

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